Die Ausgaben im Gesundheitssystem steigen immer weiter an. Laut OECD leistet sich Deutschland hinter den USA und der Schweiz das drittteuerste Gesundheitssystem der Welt und dies mit nur durchschnittlichem Erfolg was z.B. die Frage der Lebenserwartung angeht.
Ein Ende der Ausgaben- und Beitragsspirale nach oben ist nicht abzusehen. Der vom Schätzerkreis der GKV für dieses Jahr prognostizierte durchschnittliche Zusatzbeitrag in Höhe von 2,5 Prozent hat sich schon jetzt als nicht ausreichend erwiesen. Und auch die Zahlen aus 2024 zeigen, dass sich die Situation noch weiter verschlechtert hat und die Versicherten und Arbeitgeber immer höhere finanzielle Belastungen aus den über die Maßen steigenden Ausgaben schultern müssen.
Die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl hat bereits Fahrt aufgekommen: Mitte März erschien das Ergebnispapier der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD. Hatte man sich hierin genau in drei Sätzen den Themen Gesundheit und Pflege gewidmet, hofft man auf mehr Detailtiefe im Koalitionsvertrag. Das ist dringend notwendig, denn die virulenten Probleme auf den verschiedenen Ebenen und Bereichen im Gesundheitswesen machen eine schnell handlungsfähige Bundesregierung notwendig.
In der anstehenden Legislaturperiode muss die neue Bundesregierung die erforderlichen Reformen endlich anpacken. Es ist an der Zeit, einen klaren Schnitt zu machen und das „Weiter-So“ zu beenden. Ziel muss es sein, ein solidarisches, nachhaltiges und vor allem finanzierbares Gesundheitssystem zu schaffen, das eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung auch in Zukunft sicherstellt. Eine starke Sozialversicherung ist unerlässlich, um sowohl die Versicherten als auch die Betriebe im Handwerk und im Mittelstand zu entlasten und der zunehmenden Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
Die Herausforderungen, die sich aus der demographischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt ergeben, sind hinlänglich beschrieben und die strukturellen Defizite bekannt, Zeit also, um folgende Fragen in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen:
- Welche (zeitnah umzusetzenden) Maßnahmen sehen die Parteien, um die stetig steigenden Ausgaben zu begrenzen und eine Verbreiterung der Einnahmenbasis herbeizuführen?
- Welche Konzepte legt die Politik vor, um angesichts des nur durchschnittlichem Outcomes im Gesundheitswesen bei hohen Kosten die effiziente Versorgung und Gesunderhaltung der Versicherten zum Dreh- und Angelpunkt unseres Gesundheitswesens zu machen?
- An welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um Unter-, Über- und Fehlversorgung abzubauen bzw. eine qualitätsgesicherte Versorgungssteuerung sektorenübergreifend zu erreichen?
- Was ist vorgesehen, um die soziale wie gemeinsame Selbstverwaltung als stabilisierendes Element in unserer Demokratie zu stärken und ihre Handlungsfähigkeit zu Gunsten der Arbeitgeber und Versicherten sicherzustellen?
Programm:
16.00 Uhr: Begrüßung
- Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.
16.30 Uhr: Podiumsdiskussion
- Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Mitglied im Verwaltungsrat der IKK classic
- Prof. Dr. Armin Grau, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Gesundheitsexperte
- Dr. Georg Kippels, MdB, CDU, Gesundheitsexperte
- Dr. Christos Pantazis, MdB, SPD, Gesundheitsexperte
- Ralf Reinstädtler, Verwaltungsratsvorsitzender der IKK Südwest, Vorstandsmitglied der IG Metall
17.45 Uhr: Fazit
- Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V.
Moderation: Julia Klann, Freie Journalistin
Ort: Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstraße 18, 10117 Berlin
- Anmeldung bis 4. April unter veranstaltungen@ ikkev.de
Live-Stream: www.youtube.com/@IkkevDeBerlin
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